Die Zuckerkrankheit ist eine Wohlstandskrankheit, die besonders die Industrieländer betrifft, wo Nahrungsmittel jeglicher Art und in großen Mengen zur Verfügung stehen.
Übergewicht und Bewegungsmangel sind die wichtigsten Risikofaktoren und Defekte in den Genen, die in der Blutzuckerregulierung eine Rolle spielen, erhöhen das Diabetesrisiko von vereinzelten Personen zusätzlich.
Zucker - Der Treibstoff unserer Zellen
Zucker ist der eigentliche Treibstoff für unsere Zellen und wird zusammen mit Sauerstoff und vielen anderen wichtigen Nährstoffen über das Blut transportiert. Zu viel Zucker im Blut ist giftig für die Zellen und zu wenig verhindert, dass sie ihre Funktion richtig ausführen können. Deswegen besitzt der Körper einen Mechanismus, der die Menge des Zuckers, den sogenannten Blutzuckerspiegel, genau reguliert und immer im Normalbereich hält. Wird nach einer zuckerreichen Mahlzeit viel Zucker ins Blut aufgenommen, beginnt der Körper den Zucker aus dem Blut zu filtern und ihn zu speichern. Bekommt der Körper hingegen lange nichts zu essen, holt er den Zucker wieder aus der Reserve und befördert ihn in die Blutbahn. Auf diese Weise bleibt der Blutzuckerspiegel konstant und sorgt dafür, dass alle Zellen optimal mit Treibstoff versorgt sind.
Die Zuckerkrankheit
Mit zunehmendem Alter gerät diese genaue Regulierung allmählich leider oft durcheinander und bestimmte Risikofaktoren wie Bewegungsmangel, Übergewichtigkeit oder Defekte in den Genen, die die Blutzuckerregulierung steuern, beschleunigen den allmählichen Verfall der Kontrolle. So kommt es bei manchen Menschen vor, dass der Blutzucker ansteigt, so dass er eine Vielzahl von körperlichen Beschwerden bis hin zu lebensbedrohlichen Zuständen auslöst. In diesem Fall spricht man von der Zuckerkrankheit, die unbedingt ärztlich behandelt werden sollte.
Mit der falschen Regulierung des Blutzuckers treten oft eine Vielzahl von Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck, Störungen der Blutfette, Beschädigung von Gefäßen und Organen wie den Nieren bis hin zur Erblindung auf. Um Diabetikern manche der Folgekrankheiten zu ersparen, ist eine konsequente und regelmäßige Kontrolle des Blutzuckerspiegels nötig.
Risikoabschätzung durch einen Gentest
Durch die Analyse dieser Gene lässt sich das persönliche Diabetesrisiko besser einschätzen. Personen, bei denen ein hohes Diabetesrisiko festgestellt wurde, können dann besonderen Wert auf Vorsorgemaßnahmen legen, das Auftreten der Zuckerkrankheit in vielen Fällen vollkommen verhindern und gesund bleiben.
Symptome der Zuckerkrankheit
Viele Diabetiker haben jahrelang keine definierbaren Symptome und so bleibt die Krankheit lange undiagnostiziert und unbehandelt
Wenn dann Symptome auftreten, sind diese meist unspezifisch wie:
- Müdigkeit, Leistungsminderung und Abgeschlagenheit
- Schwächegefühl
- Ständiges Hungergefühl, aber auch Appetitlosigkeit
- Gewichtszunahme oder auch Abnahme
- Depressive Verstimmung
- Infektanfälligkeit, insbesondere häufiges Auftreten von Harnwegsinfektionen,
- Pilzbefall der Haut und eitrigen Hautentzündungen
- Bei Frauen: Ausbleiben der Regelblutung
- Sehstörungen
- Gelegentlich vermehrtes Durstgefühl und Wasserlassen
- Juckreiz
- Kreislaufstörungen, meist bei Lageänderung
- Muskelkrämpfe