Osteoporose, auch als "Knochenschwund" bekannt, ist eine Erkrankung der Knochen, bei der sich die Knochenfestigkeit verringert und Knochenmasse und Struktur allmählich abgebaut werden. Dies führt mit zunehmendem Alter zu Bruchgefährdung der Knochen und Frakturen.
Die meisten Knochenbrüche betreffen den Hüftbereich, die Unterarme und die Wirbelkörper. Bei einer normalen Entwicklung bauen sich die Knochen von Kindheit an auf und erreichen ihre maximale Stärke etwa im 30. Lebensjahr. Mit zunehmendem Alter nimmt die Knochenmasse dann allmählich ab, was zu etwas brüchigeren Knochen führt. Sind jedoch die Gene defekt, die für den Knochenaufbau zuständig sind, können sie ihre Aufgabe nicht richtig erfüllen. Dies führt mit zunehmendem Alter zu verstärktem Knochenschwund und Knochenbrüchen.
80% der Osteoporosefälle betreffen Frauen nach den Wechseljahren, da das Knochenschutz-Hormon Östrogen in dieser Zeit nicht länger vom Körper produziert wird. Die Krankheit ist auch sehr weit verbreitet. So wird etwa bei jeder dritten Frau über 50 eine Osteoporose diagnostiziert.
Das weibliche Geschlechtshormon Östrogen ist bei Frauen entscheidend für den Aufbau der Knochen und deshalb sind Frauen, die im Laufe Ihres Lebens einen niedrigeren Östrogenspigel produziert haben (z.B. durch eine spät einsetzende erste Regelblutung oder ein früheres Eintreten der Wechseljahre) besonders gefährdet.
Für Männer ist die Altersosteoporose ab dem 70. Lebensjahr ebenfalls eine häufige Krankheit. Obwohl Frauen häufiger von Osteoporose betroffen sind, betrifft diese Krankheit beide Geschlechter und wird durch Risikofaktoren wie z.B. falsche Ernährung und ungesunde Lebensweise beschleunigt. Für gesunde Knochen ist vor allem Kalzium ein wichtiger Nahrungsbestandteil, das neben vielen anderen Funktionen den Rohstoff für den Knochenaufbau darstellt. Knochen dienen dem Körper auch als Kalziumspeicher und werden bei Mangelerscheinungen abgebaut, um Kalzium für andere wichtige Prozesse im Körper zur Verfügung zu stellen. Vitamin D, das der Körper nur durch die UV-Strahlung des Sonnenlichts selbst produzieren kann, ist ebenfalls wichtig für die effektive Aufnahme von Kalzium aus der Nahrung. Da gerade ältere Leute immer weniger in die Sonne gehen, entsteht häufig ein Mangel an Vitamin D, der negative Konsequenzen für die Gesundheit der Knochen hat.
Langsame Entwicklung
Zu Beginn der Erkrankung treten meist keine Symptome auf und bei manchen Menschen wird eine Erkrankung erst erkannt, wenn die ersten Knochenbrüche eintreten. Bis zu diesem Zeitpunkt hat die Knochendichte jedoch oft schon so weit abgenommen, dass es auch bei geringem Trauma oder Belastungen, wie z.B. beim Bücken oder Heben einer schweren Tasche, zu Knochenbrüchen kommt.
Wird die Krankheit dann diagnostiziert, beruht das Prinzip der Behandlung darauf, mögliche Stürze zu vermeiden und die Knochendichte möglichst zu erhöhen. Dies geschieht durch eine kalzium- und Vitamin-D-reiche Ernährung, ausreichende Bewegung und durch Medikamente, die in den Knochenstoffwechsel eingreifen.
Das beste Mittel gegen Osteoporose ist und bleibt jedoch die Vorsorge. Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser kann in den Knochenabbau eingegriffen werden. Den Knochenschwund zu verhindern ist immer leichter, als die verlorenen Knochen wieder aufzubauen. Genau das macht diesen Gentest so wertvoll für die Gesundheitsvorsorge: Man erfährt dadurch sein persönliches Erkrankungsrisiko und kann die Entwicklung der Krankheit mit einem maßgeschneiderten Vorsorgeprogramm oftmals vollkommen verhindern.