Welche Gentests sind für Männer besonders sinnvoll?
Da Männer generell stärkere Knochen haben und nicht, wie Frauen, auf das Hormon Östrogen angewiesen sind, um starke Knochen zu bilden, tritt z.B. die Krankheit Osteoporose bei Männern seltener auf als bei Frauen. Deshalb ist der DNA+Knochen Gentest auch bei Männern etwas weniger aussagekräftig. Genau umgekehrt verhält es sich bei der Eisenspeicherkrankheit. Durch die Regelblutung sind Frauen auf natürliche Weise gegen die Eisenspeicherkrankheit geschützt, was erklärt, warum es in diesem Fall die Männer sind, die häufiger an dieser Krankheit leiden. Für alle anderen Krankheiten, die durch Gentests von DNA Plus abgedeckt werden, besteht für beide Geschlechter ein vergleichbares Risiko.
Welche Gentests sind für Frauen besonders sinnvoll?
Da die Knochen von Frauen nach den Wechseljahren nicht mehr durch das Hormon Östrogen geschützt sind, bauen sie sich mit steigendem Alter schneller ab als bei Männern. Deswegen ist der DNA+Knochen Gentest bei Frauen auch aussagekräftiger. Ein anderes Beispiel ist die Eisenspeicherkrankheit. Durch die Regelblutung sind Frauen auf natürliche Weise gegen diese Krankheit geschützt. Nach den Wechseljahren sammelt sich jedoch auch bei Frauen das Eisen im Körper an und kann in Kombination mit einem Gendefekt zur Erkrankung führen. Für alle anderen Krankheiten, die durch Gentests von DNA Plus abgedeckt werden, besteht für beide Geschlechter ein vergleichbares Risiko.
Sind Gentests auch für Kinder sinnvoll?
Ja. Unsere Gene bleiben unser ganzes Leben lang unverändert. Ein erhöhtes Krankheitsrisiko, das sich durch einen Gentest im Alter von 40 Jahren feststellen lässt, lässt sich bereits genau so gut gleich nach der Geburt feststellen. Kinder (bzw. deren Eltern) haben außerdem den Vorteil, eingreifen zu können, bevor sich auch nur die Ansätze einer Erkrankung entwickelt haben, was bei Erwachsenen nicht immer der Fall ist. Außerdem können Eltern schon im frühen Alter durch Erziehung genau jenes Verhalten fördern, das in Zukunft die entsprechenden Krankheiten verhindern kann.
Soll ich meine Gene regelmäßig testen?
Nein. Ihre Gene bleiben von Ihrer Geburt an bis ans Ende Ihres Lebens unverändert, daher macht es keinen Sinn, ein bereits getestetes Gen noch einmal testen zu lassen, da Sie nur wieder dasselbe Ergebnis bekommen würden. Das bedeutet auch, dass Ihr angeborenes Krankheitsrisiko Ihr ganzes Leben lang gleich bleiben wird. Sie haben allerdings Einfluss auf Ihre Gesundheit, da Sie mit Vorsorgemaßnahmen Ihr individuelles Krankheitsrisiko erheblich senken können.
Will ich mein Krankheitsrisiko überhaupt wissen?
Das ist eine berechtigte Frage und bei manchen Genanalysen denken wir, dass es keinen Sinn macht, über sein Risiko Bescheid zu wissen, wenn man dieses nicht durch Vorsorgemaßnahmen beeinflussen kann. Herauszufinden, dass man einen derartigen Gendefekt trägt, hat keinen Nutzen für die Gesundheitsvorsorge und stellt lediglich eine psychische Belastung dar. Deswegen haben wir bei DNA Plus ausschließlich Gene in unserem Programm, die ein mögliches Krankheitsrisiko zwar erheblich erhöhen, aber bei denen mit Vorsorgemaßnahmen das Ausbrechen oder die Verschlechterung der Krankheit wahrscheinlich verhindert werden kann. Nur solche Gentests machen für die Gesundheitsvorsorge Sinn und stellen einen wirklichen Nutzen dar.
Sind die Vorsorgemaßnahmen nicht einfach nur allgemeine Gesundheitsratschläge?
Wenn die empfohlenen Vorsorgemaßnahmen Ratschläge wie „Hören Sie auf zu rauchen und ernähren Sie sich gesund!“ sind, macht es keinen Sinn, Gendefekte zu testen, da diese Ratschläge auf jeden zutreffen und deshalb jeder Person empfohlen werden sollten. Deshalb konzentrieren sich die Gentests von DNA Plus auf Krankheitsbilder, bei denen die Vorsorgemaßnahmen über die allgemeinen Gesundheitsratschläge hinausgehen und Maßnahmen beinhalten, die spezifisch zur Verhinderung der entsprechenden Krankheit nötig sind. Ein gutes Beispiel ist die Eisenspeicherkrankheit, bei der unter anderem regelmäßiges Blutspenden den Anstieg des Körpereisens und somit eine oft tödliche Krankheit verhindern kann. Dies ist eine einfache und effektive Vorsorgemaßnahme, man muss lediglich von seinem persönlichen Risiko und den Vorsorgemöglichkeiten wissen, um sie nutzen zu können.
Sind Gendefekte nicht viel zu selten, um sie testen zu lassen?
Einige Gene sind nur sehr selten defekt und führen somit in nur sehr wenigen Fällen zu einem erhöhten Krankheitsrisiko. Das Fruktose-Gen ist ein gutes Beispiel, da es nur etwa bei einer von 20.000 Personen defekt ist und zur Fruktose-Intoleranz führt. Diesen Gentest der breiten Masse anzubieten wäre nicht sinnvoll, da damit nur sehr wenigen Menschen geholfen werden könnte. Deshalb konzentrieren sich die Gentests von DNA Plus ausschließlich auf Gene, die häufig defekt sind, um möglichst vielen Menschen zu helfen. Zu diesen Gentests gehört z.B. die Laktose-Intoleranz, die beispielsweise jeden 4.-6. Europäer betrifft.
